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Spezialitäten

 

 

Spundnudeln

Produktgruppe:

Mehlspeisen

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Spundnudeln

Spundnudeln

Spundnudeln Spundnudeln

Regionen:

Frankenwald

Beschreibung:

Ein sehr altes Rezept zur Herstellung einer süßen Hauptmahlzeit sind die Spundnudeln. Sie werden aus einem Nudelteig hergestellt, in Streifen geschnitten, aufgerollt und über einer Schicht Äpfel in einer Auflaufform angeordnet. Über die Masse gießt man eine Mischung aus Milch und Butter und lässt alles im Ofen knusprig braun ausbacken. Verzehrt werden die Nudeln mit der Apfelmasse warm und mit reichlich Zucker bestreut.

Die genaue Herkunft und das Alter des Rezeptes lassen sich leider nur ungenau schätzen. Wie bei den meisten oberfränkischen Mehlspeisen darf man möglicherweise eine Entstehung vor 1750/1800 annehmen, da spätestens im 19. Jahrhundert in Oberfranken allgemein Mehlspeiserezepturen durch Kartoffelteige ersetzt werden. Auch die Kombination der Zutaten wie Weizen und Roggenmehl für den Teig oder Milch und Schmalz für den Guß lassen darauf schließen, dass es sich tatsächlich um eine sehr alte Rezeptur handelt. Eine Abwandlung der Rezeptur sind die von uns ebenfalls beschriebenen gebratenen Milchnudeln oder auch die Kartoffelnudeln (siehe jeweils dort). Gebacken werden Spundnudeln auch heute noch in einigen Haushalten im Frankenwald.

Spundnudeln sind also im Grunde eine Art Auflauf aus Äpfeln, die ab dem Spätsommer verarbeitet werden mussten, und einer originell verzierten Teigschicht mit saftigem Guss. Der Name leitet sich ab von Form und Größe der Nudeln, die dem hölzernen Spundverschluß von Fässern ähneln.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität im Sommer und im Herbst genießen.

Rezept

Spundnudeln

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt, Rezept Kerstin Rentsch

 

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