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Spezialitäten

 

 

Schweinebraten, fränkische Art

Produktgruppe:

an Sonn- und Festtagen

fränkischer Schweinekrustenbraten

fränkischer Schweinekrustenbraten

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weitere Bezeichnung:

Schweinekrustenbraten

Regionen:

Lichtenfels

Beschreibung:

Der Klassiker unter den fränkischen Sonntags- und Festtagsessen, der auch auf keiner gastronomischen Speisekarte fehlt, ist der fränkische Schweinebraten mit goldbraun gebackener Kruste. Mit reichlich Sauce übergossen, ist er die ideale Ergänzung zu den beliebten rohen Kartoffelklößen (Grüne Klöße) und wird mit ebensoviel Liebe und Sorgfalt - oft schon am Vortag - gewürzt und gemächlich im Backofen knusprig gebacken.

Zum fränkischen Sonntag gehört nach Kirchgang und Frühschoppen - ob im Wirtshaus oder zu hause genossen - ein saftiges Stück Schweinekrustenbraten mit rohen Klößen und reichlich Sauce. Da in vielen ländlichen Haushalten früher Schweine gemästet wurden, hatte man zumindest in der kühleren Jahreszeit auch immer ein paar gute Bratenstücke zur Verfügung.

Auch als typisches Festessen nach der vorweihnachtlichen Fastenzeit hat der Schweinebraten in Oberfranken eine lange Tradition. So wurde in früheren Zeiten im Advent, vor allem aber am Heiligen Abend ein strenges Fasten gehalten, bei dem kein Fleisch - sondern traditionell ein gekochter Karpfen (siehe Karpfen, blau) auf den Tisch kam. Erst nach der Christmette, also bereits am ersten Weihnachtstag wurden dann wieder ein üppiger Braten oder aber frisch zubereitete Mettenwürste gegessen. Traditionell wurde daher in den ländlichen Haushalten auch kurz vor Weihnachten noch einmal geschlachtet. Die Weihnachts- oder Mettensau war dann häufig ein besonders gut ausgemästetes Tier mit reichlich Fettauflage, denn winterliche Kälte und körperliche Arbeit forderten an Festtagen durchaus schon einmal eine üppigere Kalorienzufuhr.

Der typische fränkische Krustenbraten wird mit Schwarte und Fettauflage aus der Schweineschulter geschnitten. Gut geeignet ist auch der Schweinenacken. Wir empfehlen bei der Fleischauswahl auf Qualität zu achten. Gerade bei Schweinefleisch sind Tierhalter und Metzger des Vertrauens gefragt, die sich für eine sorgfältige Rasseauswahl, artgerechte Haltung, langsame Mast sowie stressfreie Schlachtung der Tiere einsetzen. Fleisch von Tieren, denen ausreichend Zeit gelassen wurde, um ihr Schlachtgewicht zu erreichen, erkennt man an der Farbe und einer feinen Fettmarmorierung. Sie garantiert für Zartheit, Saft und Geschmack.

Denn Hand aufs Herz - wer möchte nicht den Genuss eines knusprigen, voll saftigen Schweinebratens mit dem guten Gefühl verbinden, echte Qualität aus Franken zu genießen!

Aufbewahrung / Haltbarkeit:

Schweinebraten läßt sich sehr gut einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Man isst ihn aber auch gerne kalt aufgeschnitten mit Gurke, Senk oder geriebenem Kren.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität ganzjährig und zu Weihnachten genießen.

Genusstipp:

Schweine(krusten)braten isst man idealerweise mit grünen (rohen) Klößen und reichlich Sauce. Dazu wird Sauerkraut, in manchen Gegenden auch Gurkensalat gereicht. Wer mag, trinkt ein gutes Bier dazu.

Rezept

fränkischer Schweinebraten

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

 

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