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Spezialitäten

 

 

Spritzkuchen (fränkische Art)

Produktgruppe:

Schmalzgebäck

Verwandte Produkte

Spritzkuchen mit originaler Teigspritze

Spritzkuchen mit originaler Teigspritze


weitere Bezeichnung:

Schmalzkringel, Strauben

Regionen:

Bamberg, Bayreuth, Frankenwald, Lichtenfels, Kulmbach, Kronach, Wunsiedel, Steigerwald

Offenlegungsdatum:

Spritzkuchen sind eine der Urformen aller Schmalzgebäcke und wurden schon im Mittelalter hergestellt.

Beschreibung:

Spritzkuchen sind verführerisch zart - eigentlich nur ein Hauch von Gebäck. Ähnlich wie die Krapfen gehören sie zu den traditionellen Festtags-Gebäcken in Franken. Möglicherweise handelt es sich sogar um die Urform der vielfältigen oberfränkischen Schmalzgebäcke, die von den schon im Mittelalter belegten Eierbecken in den Städten hergestellt wurden. Heutzutage gehören sie vor allem in die familiäre Backstube und werden als kleine Kranzkuchen oder in länglicher Form ausgebacken. Wie bei allem Schmalzgebäck sorgen übrigens die verwendeten Eier dafür, dass das Gebäck nicht zu viel an Fett aufsaugt. Man kann also ohne schlechtes Gewissen ruhig einmal ein Stück mehr essen.

Spritzkuchen sind ein an Festtagen in vielen ländlichen und städtischen Haushalten beliebtes, unvergleichlich zartes und knuspriges Gebäck, das aber auch noch von einigen Bäckern angeboten wird. Traditionell gehören sie in die Faschingszeit. Aber auch zur Kerwa oder zu Sylvester werden gerne Spritzkuchen gebacken.

Vermutlich gehen sie als kirchliches Kultgebäck mit den Krapfen auf einen gemeinsamen Ursprung zunächst in den klösterlichen Backstuben zurück. Da sie ohne Triebmittel hergestellt werden, könnten sie zur eigentlichen Urform der Schmalzgebäcke gehören, die von spezialisierten Eierbecken nur mit Pfanne und Röhre hergestellt wurden.

Im Gegensatz zu Krapfen, für die man Hefe als Triebmittel benötigt, werden Spritzkuchen aus Brandteig hergestellt. Dafür erhitzt man Wasser, Butter und Mehl in einem Topf, bis sich ein Kloß vom Boden abhebt, den man von allen Seiten anbrennt. Dadurch wird die im Mehl enthaltene Stärke aufgeschlossen und der Teig formt sich zu einer zähen Masse, die beim Backen keine Poren bildet. Deshalb rührt man unter den abgekühlten Teigkloß nach und nach mehrere Eier, die den Teig leicht aufplustern und dafür sorgen, dass sich in den fertigen Gebäckstücken kleine Luftkammern bilden und diese unvergleichlich locker und knusprig machen.

Aufbewahrung / Haltbarkeit:

Spritzkuchen schmecken frisch aus der Pfanne am besten. Sie lassen sich aber auch problemlos einfrieren und bei Bedarf kurzfristig auftauen.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität zu Fasching, zur Kerwa-Saison und an Sylvester genießen.

Genusstipp:

Brandteig hat den Ruf, delikat zu sein. Was die fertigen, unvergleichlich zarten und knusprigen Spritzkuchen betrifft, kann man dem sofort zustimmen. Bei der Herstellung des Brandteigs muss man sich akribisch an die Rezepturen halten. Dann aber führt er problemlos zu köstlichen Ergebnissen.

Rezept

Spritzkuchen

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

 

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