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Spezialitäten

 

 

Rewinzala

Produktgruppe:

Beilagen

frisch geernteter Feldsalat (Rewinzala)

frisch geernteter Feldsalat (Rewinzala)


weitere Bezeichnung:

Rawinzchen, Rawunzel, Rapunzel, Ackersalat, Feldsalat

Regionen:

Beschreibung:

Acker- oder Feldsalat, der am Obermain sowie im Frankenwald und im Fichtelgebirge auch "Rewinzala" oder "Rawinzala" genannt wird, ist ein sowohl wild wachsender wie in Kulturen gezogener Blattsalat. Feldsalat säht sich als Wildform von Juni bis Juli selbst aus. In Kulturen wird er manchmal erst im September ausgebracht. Die in Rosettenform wachsenden Jungpflanzen sind ab Herbst bis in den März hinein erntereif.

Wegen des verhältnismäßig hohen Ernteaufwandes von Hand erzielt Feldsalat aus Gärtnerkulturen auf den oberfränkischen Wochenmärkten relativ hohe Preise.

Der zarte, äußerst wohlschmeckende Salat hat in der oberfränkischen Küche eine lange Tradition. Seine Anspruchslosigkeit und relative Frosthärte läßt ihn auch auf kargen Böden während der Wintermonate wachsen. Beschränkte sich die winterliche Salatauswahl ansonsten nur auf lagerfähige Wurzelgemüse wie gelbe und rote Rüben oder Sellerie, setzt der Feldsalat hier weiterhin grüne Akzente. Aber auch in Kräutersuppen oder zu Wildkräuterspinat wurde der wild wachsende Salat früher gerne genommen.

Literarisch fand der schmackhafte Salat in einem bekannten Märchen der Brüder Grimm ein Denkmal, weshalb man ihn nach einer der Hauptfiguren auch Rapunzelsalat nannte. Aus dieser Bezeichnung leiten sich weitere Etymologien wie Rawunzel, Rawinzchen, Rawinzala und schließlich Rewinzala ab, die in verschiedenen fränkischen Dialekten vorkommen.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität im Herbst, im Winter und im Frühjahr genießen.

Genusstipp:

Rewinzala oder schlicht Feldsalat gehört auf die winterliche Salatplatte und ist hier klassische Beilage zu allen Braten. Kulinarisch wird er gerne mit geröstetem Speck oder einem Dressing aus Himbeeressig oder mit Walnussöl verfeinert.

Rezept

Feldsalat

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

 

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