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Spezialitäten

 

 

Bärlauch

Produktgruppe:

Wildkräuter

Bärlauchaufstrich zum Brot

Bärlauchaufstrich zum Brot

Bärlauchaufstrich zum Brot frischer Bärlauch frischer Bärlauch Bärwurz Bärwurz in Kalkbuchenwald Bärwurz in Kalkbuchenwald

weitere Bezeichnung:

Wald(knob)lauch

Regionen:

Oberfranken

Beschreibung:

Der wild wachsende Bärlauch (Allium ursinum) gehört mit Zwiebeln, Schnittlauch und Knoblauch zu den Alliin- und Allicinhaltigen Pflanzenarten, denen man sowohl heilende Wirkung bei verschiedenen Erkrankungen zuschreibt, wie man sie gerne zu Würzen von Speisen verwendet.

Bärlauch wächst wild in lichten Wäldern und treibt schon im zeitigen Frühjahr seine auffallend grünen Blätter. Meistens findet er sich teppichartig über weite Flächen ausgedehnt und verströmt einen aromatischen, dezent nach Knoblauch duftenden Geruch.

Bärlauch ist ein ausdauerndes krautiges Zwiebelgewächs, das im Frühjahr meistens zwei grundständige, leuchtend grüne Laubblätter von etwa 20 cm Höhe treibt. Meistens wächst er in dichten Kolonien und breitet sich teppichartig aus. Als bevorzugte Standorte gelten lichte Laubwälder mit humosen, kalkhaltigen und beständig feuchten Böden.

Bärlauch wird solange, bis er Blüten treibt, gerne als Wildgemüse geerntet und für verschiedene Zubereitungen in der Küche eingesetzt. Zeigen sich die typischen Blütenstände mit einer hübschen weißen, sternförmigen Blütenkrone verliert der Bärlauch jedoch seinen Wohlgeschmack und sollte nicht mehr verwendet werden. Etwa zwei bis drei Wochen nach dem Austrieb der Blüten vergilben die Blätter und verströmen dabei den typischen Knoblauchgeruch. Danach zieht sich die Pflanze wieder vollständig bis zum nächsten Frühjahr in den Boden zurück.

Immer wieder wird auf die Verwechslungsgefahr von Bärlauchblättern mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen hingewiesen. Tatsächlich treiben beide etwas später ihre Blätter aus, doch sollten Nichtkenner wilder Pflanzen hier vorsichtig sein!

In Oberfranken wächst Bärlauch meistens in großen Kolonien z.B. in den lichten Kalkbuchenwäldern des Jura oder den feuchten Auwäldern an Main und Regnitz. Wie Wildgemüse allgemein wird er auch heute noch gerne zum Würzen von Suppen oder zur Zubereitung von Kräuterbrotaufstrichen verwendet.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität im Frühjahr genießen.

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Fotos Martin Bursch, Uta Hengelhaupt, Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

 

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